Geschichte der CAU
Die Universität in Kiel wurde 1665 von dem Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf gegründet und nach ihm benannt. Das Siegel trägt die Umschrift PAX OPTIMA RERUM, was an die schweren Kriegsjahre erinnert, die man damals in Deutschland und dem Norden überwunden hatte.
Bei der Gründung gab es die vier klassischen Fakultäten: Theologie, Rechtswissenschaft, Philosophie und Medizin.
Im ersten Jahrhundert ihres Bestehens diente der Universität das ehemalige Franziskanerkloster als Heimstätte. Um 1760 wurde dann beim Schloss ein neues Universitätsgebäude errichtet. Nach der Auflösung des Gottorfer Kleinstaates 1773 wurde die Christiana Albertina die Universität des ganzen Landes. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war sie die geistige Führerin des Landes während der schleswig-holsteinischen Bewegung. 1867 wurden beide Herzogtümer preußisch, und damit begann das Wachstum der Universität.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann eine düstere Epoche in der Geschichte der Universität. Sie war durch vielfältiges Unrecht gegen verfolgte und vertriebene Wissenschaftler der Universität gekennzeichnet. Bereits im November 1945 konnte der Lehrbetrieb an der Theologischen, Rechtswissenschaftlichen, Medizinischen und Philosophischen Fakultät wieder aufgenommen werden. Ein Jahr später kam die Landwirtschaftliche Fakultät hinzu.
Gründungsdaten der weiteren Fakultäten:
| 1963 |
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät |
| 1969/70 |
Teilung der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät in
- Rechtswissenschaftliche Fakultät und
- 2. Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
|
| 1990 |
Gründung einer Technischen Fakultät |
Die CAU heute
Die CAU ist eine klassische Universität, sie besitzt heute einen breiteren Fächerkanon. Trotz ihrer langen Geschichte handelt es sich bei der CAU heute um eine moderne Campus-Universität, da die alte Universität im zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde. Sie wurde im Rahmen des Wiederaufbaus an den damaligen Stadtrand von Kiel verlegt. Einzig das Klinikum blieb am alten Standort.
Die Universität besteht heute aus neun Fakultäten, an der ca. 18000 Studenten studieren, darunter sind ca. 1300 ausländische Studenten aus 85 Nationen. Die Universität bietet auch abseits des Studiums zahlreiche Aktivitäten wie z. B. Sport, Theater, Film und Orchester. Kiel ist unter anderem für seine Meeresforschung (Institut für Meereskunde, GEOMAR - Marine Geowissenschaften) und durch das Institut für Weltwirtschaft bekannt.
Die Universität ist mit ausländischen Universitäten auf viele Arten verknüpft, nicht nur im Bereich der EU, sondern auch mit den USA und der Volksrepublik China. Eine besondere Bindung besteht auch mit Skandinavien und den baltischen Staaten.